Als wir das Haus gekauft haben, war unter dem Dach ein Verschlag. In den 70er Jahren wurde dieser an Studenten vermietet. Durch den Verschlag konnte man nicht gut sehen, wie die Räumlichkeiten tatsächlich sind. Erst als alles draußen war, könnte der Dachausbau richtig geplant werden. Wir waren angenehm überrascht, wie geräumig der Dachboden eigentlich war. Die zwei Gauben haben den Platz noch mal vergrößert und geräumiger gemacht.
Am Dachgeschoss mag ich besonders die alten Dielenbretter und die dicken Balken. Beide sind sehr dominat, weshalb wir darauf geachtet haben, dass der Rest minimalistisch wirkt, um nicht zuviele unterschiedliche Elemente einzubringen.
Bei der Verarbeitung haben wir wieder auf ökologische Produkte wert gelegt. So ist der Dielenbretterboden, nicht wie im EG und 1. Stock geseift, sondern aufgrund des integrierten Bades geölt, um stärker wasserabweisend zu sein. Wir haben wieder Auro verwendet. Dieses Mal das PurSolid, während die Balken mit einem Auro Öl behandelt sind. Dieses hat einen leichten Weiß-Anteil, damit die Balken nicht nachdunkeln.
Um die Badewanne haben wir eine Kalk-Marmorspachtelung von Auro anbringen lassen, die abschließend mit einem Flüssigwachs abgedichtet wurde. Gerade als Spritzschutz hinter Badenwanne und Waschbecken kann diese Technik sehr gut verwendet werden. Nur im Duschbereich eignet sich diese Technik nicht.
Schätze vom Flohmarkt, wie die 70er Jahre Vase und das Porzellanvögelchen, dürfen bei uns nicht fehlen
Unseren Waschtisch haben wir in die Gaube gesetzt. Da unsere Nachbarn ihre Gaube in eine andere Richtung gesetzt haben, besteht beim morgendlichen Zähneputzen keine Gefahr sich rüberwinken zu können. Wobei wir so nette Nachbarn haben, dass uns dies auch nichts ausmachen würde.
Bei dem Waschbecken handelt es sich das Modell Teorema von der Firma Scarabeo und die Armatur heißt Marathon von Conti. In der Regel haben wir bei den Badgegenstände auf Klassiker gesetzt. So sind Badewanne und Dusche von Bette. Toilette ist das Subway von V&B. Nur beim Waschtisch haben wir uns auf Anhieb in dieses minimalistische, elegante Waschbecken von Scarabeo verliebt. Die Conti Armartur fügt sich toll ein.
Hier stehen ebenfalls wieder Flohmarktschätze.
Die, die meinem Blog schon länger kennen, erkennen eventuell meine Dame, die ich vor knapp 2 Jahren getöpfert habe, wieder.
Für die Handwerker und auch für unseren Bauleiter war es eine Herausforderung sich vorzustellen, dass hier ein Bad entstehen soll. Zudem sollte der alte Bretterboden erhalten bleiben, die Dusche direkt neben dem Kamin plaziert werden und dieser inklusive der Reinigungsklappe auch noch sichbar bleiben. Wie schon so oft hat zum Schluss das Ergebnis alle überzeugt.
Die zwei Wäschekörbe aus Filz sind von Hey Sign und können über mich bezogen werden.
Vorher Bilder:
Gleiche Perspektive Vorher/Nachher